Internationale Exkursion 2014 nach Istanbul – Eindrücke und Erkenntnisse der Exkursionsteilnehmer

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Die internationale Exkursion 2014 nach Istanbul stellte sich, für uns 20 Sportmanagementstudenten der Ostafalia Hochschule, im Vorfeld der Reise etwas schwierig dar. Einige Programmpunkte konnten erst kurz zuvor vereinbart werden, es traten logistische Probleme auf, dazu noch die unsichere politische Lage in der Türkei.
Nichtsdestotrotz wurden die Probleme und Unsicherheiten überwunden und somit konnte die 5. Internationale Exkursion an den Start gehen!

Bereits früh morgens machte man sich am 1.11. nach Hamburg zum gemeinsamen Treffpunkt auf.
Voller Vorfreude und für alle Eventualitäten gewappnet ging es in den Flieger und gen Südosten nach Istanbul.
Gegen Abend im Hotel angekommen, verspürte man schon die kulturellen Unterschiede und bekam einen Eindruck vom ehemaligen osmanischen Reich.

Das Ziel unserer einwöchigen Exkursion war es, einmal den türkischen Sport mit dem deutschen Sport zu vergleichen. Dazu haben wir unser Programm nach vier Themen aufgeteilt und strukturiert. Es galt die Arbeit von Sportmanagern zu vergleichen, die Vermarktung von professionellem Frauensport zu analysieren, das Sportsystem allgemein in der Türkei zu beleuchten und sozio-kulturelle, sowie sportliche Gegensätze zu untersuchen. Mit diesen Themen vor Augen, begaben wir uns also in unsere Exkursionswoche und löcherten unsere Referenten mit den spezifischen Fragen.

Als erstes stand am Sonntag eine lockere Biketour auf den Prinzeninseln an. Gute Gelegenheit um den ein oder anderen schon einmal besser kennenzulernen und das Gemeinschaftsgefüge zu stärken.
Mit einem Interview mit Christiane Fürst, deutsche Volleyballnationalspielerin, am Montagmorgen, begann dann die eigentliche Woche für uns.
Sie erzählte uns einiges über ihren beruflichen Werdegang, über ihre Einsätze in der Nationalmannschaft, hin zum Vereinsleben und -strukturen ihres Vereins Eczacibasi in Istanbul.
Sie erzählte uns, dass die türkischen Volleyballvereine wesentlich schlechter strukturiert seien, als deutsche oder italienische Volleyballclubs. Außerdem sei es ein großes Problem für Verein und Verband die Hallen zu füllen, da im TV lediglich Finalrunden gezeigt und normale Saisonspiele fast gar nicht ausgestrahlt werden und somit die Hallen, während der Saison, nur selten zu Derbys vollausgelastet werden.
Am Dienstagvormittag stand dann ein Besuch des Vodafone Headquarters an. Dort wurde uns die besondere Verbundenheit zwischen Vodafone und Besiktas Istanbul verdeutlicht. Da Vodafone nicht nur Hauptsponsor, sondern auch Namensgeber für das neuerrichtete Stadion ist, wurde uns ein tiefer Blick in das Sponsorship der beiden Parteien gewährt.
So anstrengend der Mittwoch war, so spannend war er auch. Als erstes waren wir beim NOK (Nationales Olympisches Komitee ) eingeladen. Dort wurde uns die Aufgaben des NOKs näher gebracht und am Beispiel der Kandidatur Istanbuls für die olympischen Spiele 2020, die Arbeit des NOKs und der  Mitarbeiter dort vorgetragen. Hier wurde klar, wie aufwendig eine solche Kandidatur sein kann und welche Dinge man als Candidate City kalkulieren und planen muss, wie zB. temporäre Unterkünfte und Stadien während den Spielen, sowie politische Ausschreitungen und religiöse Einstellungen.
Am Nachmittag waren wir dann beim türkischen Volleyballverband (TVF) zu Gast, wo uns Zahlen und Fakten des türkischen Volleyballs vorgestellt wurden. Danach wurden wir noch zu einem Volleyball Champions League Spiel zwischen Fenerbahce Istanbul und Cucine Lube aus Italien eingeladen, welches Fenerbahce in einem engen und spannenden Spiel 3:2 für sich entschied.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Basketballs. Beim türkischen Basketballverband (TBF) hörten wir einen Vortrag zu den Themen „Brand Marketing“ und „Social Projects“ und erfuhren einiges zur Partnerschaft zu Infront. Die deutsche Agentur ist dort für das Brand Marketing und Partnerships verantwortlich und besitzt zusätzlich alle Medienrechte von TBF.
Am Abend durften wir im Headquarter von Adidas noch einem Vortrag über das Marketingkonzept von Adidas Türkiye lauschen, bevor sich einige der Gruppe schließlich zum Euroleague-Kracher zwischen Besiktas und Partizan Belgrad aufmachten.
Zu guter Letzt besuchten wir am letzten Tag die Istanbul Universität, die ebenfalls über ein Sportmanagementstudiengang verfügt. Dort wurde uns nach einem kurzen Rundgang über den Campus, das Curriculum vorgestellt und Parallelen zur Ostfalia Hochschule gezogen.
Zwischen den einzelnen Programmpunkten wurde natürlich auch die kulturelle Seite Istanbuls entdeckt. Beim Besuch des Topkapi Palasts, der Zisterne Basilika, sowie der blauen Moschee und dem großen Basar, konnte man sich gut in die alten Zeiten von Konstantinopel hineinversetzen.
Zum Abschluss der Exkursionswoche schauten wir uns noch ein Euroleague Basketballspiel an.
Galatasaray empfing die litauische Mannschaft BC Neptunas und schickte sie mit einem 94:68 direkt wieder nach Hause.

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Am Samstagmittag wurde dann die Heimkehr angetreten, wobei man auf dem dreistündigen Rückflug nach Hamburg die Woche nochmal Revue passieren und die etlichen Eindrücke und Informationen sacken lassen konnte.
Es lässt sich festhalten, dass die Arbeit von Sportmanagern sowohl in der Türkei, als auch in Deutschland sich sehr ähnelt. Vereine und Verbände sind anders strukturiert, wie in Deutschland,  was aber mit der Mentalität und Kultur der Türken zusammenhängt und desweiteren die Regierung aktiv in den türkischen Sport eingreift und zum Beispiel, für die Talentförderung junger Sportler verantwortlich ist. Eine Subsidarität des Sports, wie wir sie in Deutschland kennen, gibt es in der Türkei nicht.

Die Exkursionsgruppe möchte sich damit nochmal ganz herzlich bei SPO-MAN für die Unterstützung bedanken und sagt somit gülle gülle und Cok Tesekkürler!

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