Sports Management around the world- Bericht der internationalen Exursion nach Schottland

Homepagefoto Exkursion

Wir, das Team der internationalen Exkursion des Studiengangs Sportmanagement der Ostfalia Hochschule, sind am Sonntagabend mit großer Vorfreude in Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands angekommen.  In Hamburg haben wir die Reise angetreten, um nach einem zweistündigen Flug von einem charmanten Regenschauer in Schottland begrüßt zu werden. Danach hieß es ab in den Bus, um im Herzen der Stadt, in der Nähe des historischen Grass-Market (u.a. eine traditionelle Pub Meile) in unser Hostel einzuchecken. Auf eben dieser Meile ließen wir -alle zusammen- den ersten Tag auf der Insel ausklingen. Gespeist und getrunken wurden die örtlichen Spezialitäten, die wir zu Live-Musik in einem lokalen Pub zu uns nahmen.

Der zweite Tag startete mit einem typischen ausgiebigen schottischem Frühstück, welches aus Bohnen, Würstchen, Haggis und Bacon bestand. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Vortrag, welcher von der „Scottish Student Sport“  gehalten wurde. Hier wurden uns die modernen Fitness-Räumlichkeiten gezeigt, die jedem schottischen Studenten –sofern sie eine Mitgliedschaft haben-  zur Verfügung gestellt werden, bevor wir einen Vortrag zu hören bekamen, welcher sich u.a. mit den Themen der Finanzierung, dem  Auf- und Ausbau der Organisation, Professionalisierung, sowie der Mitgliederentwicklung befasste.

Nachmittags machten wir eine Stadtführung, um unser Wissen über die Stadt Edinburgh zu erweitern. So wurden wir über berühmte Persönlichkeiten, über die Geschichte der Stadt, sowie  über markante Gebäude aufgeklärt. Hier ist vor allem das Edinburgh Castle zu nennen, welches als Inspiration für Harry Potter genommen wurde und in welchem noch heute mehr als 600 Soldaten stationiert sind.

Abends wurde mit der kompletten Exkursionsgruppe gebowlt, um die ersten Eindrücke des „Field Trips“ Revue passieren zu lassen.

Am Dienstag machten wir uns auf den Weg nach Glasgow, um uns über die Organisation der Commonwealth Games 2014 durch “Glasgow 2014” zu informieren. Die Commonwealth Games sind das viertgrößte Sportevent der Welt und den Organisatoren steht ein Gesamtbudget von 454 Mio. Pfund zur Verfügung. Anhand der hohen Bewerbungszahlen für einen unbezahlten „Volunteer-Platz“ kann man den hohen Stellenwert erkennen, die die Commonwealth Games einnehmen. Auf 14.000 ausgeschriebene Stellen kommen 62.000 Bewerbungen.

Um den Tag bestmöglich nutzen zu können, sind wir danach zur University of the West of Scotland gegangen. Sie ist die fünftgrößte Universität Schottlands und bietet mehrere Masterstudiengänge im Sportbereich an. Nachdem uns die Universität vorgestellt worden ist, haben wir die Initiative ergriffen, unseren Standort vorzustellen und eine Kooperation mit unserer Fakultät aufzubauen.

Mittwoch ging es zu einer Präsentation der Scottish Golf Union. In einem sehr interessanten Vortrag von Hamish Grey wurden wir aufgeklärt, wie der Golfverband aufgebaut ist, und welches die Hauptunterschiede zu dem deutschen Golfsport sind. Des Weiteren ging es um das Problem der Mitgliedergewinnung, um die Effekte, welcher der Ryders Cup Schottland haben wird, um die Planung von Turnieren, sowie um die Strategie, welche der Golfverband verfolgt.

Gleich im Anschluss haben wir uns mit einem Sport verfasst, der in Deutschland so gut wie unbekannt ist: dem Cricket. In einem Hotel hat Steve Paige, der „Head of Community development„  uns erst über die Regeln, die Geschichte und den Ablauf des Spiels aufgeklärt. Mit unseren neuen Grundkenntnissen konnten wir nachvollziehen, womit sich Steve hauptsächlich beschäftigen muss. Hauptaufgabe ist es, den Sport für die Jugendlichen populärer zu machen, sowie Aufklärungsarbeiten zu leisten, um mehr Gelder vom Staat und weiteren Spendern zu generieren.

Damit der letzte Termin des Abends überhaupt noch stattfinden konnte, haben wir uns kurzfristig geeinigt, uns mit zwei Repräsentanten des Edinburgh City Men’s Lacrosse Team, in einem Pub zu treffen. In einer lockeren Runde klärten sie uns auf, dass Lacrosse in Schottland, vergleichbar mit den Strukturen in Deutschland, nicht sehr organisiert ist und noch viel Arbeit  zu leisten ist, um das Niveau des Sportes zu heben.

Als nächstes galt es die Highlands in einer Busfahrt zu erkunden. Sie dienen nicht nur als Heimatstätte für einen Teil der Highland Games, sondern sind auch eine Rückzugsstelle für zahlreiche Schriftsteller und andere Kreative, die sich hier von der überwältigen Landschaft inspirieren lassen. Unser Guide klärte uns über Schottland auf und überzeugte vor allem durch seine überaus spannenden und zugleich mitreißenden Stories.

Um das Ende der Woche einzuleiten, haben wir uns morgens wieder auf den Weg nach Glasgow gemacht. Im legendären Hampden Park, der Heimatstätte der schottischen Fußball Nationalmannschaft, wurden wir direkt mit einer Stadionführung begrüßt. Highlight hierbei war der im Stadion integrierte Aufwärmraum, der mit zwei Toren, sowie Kunstrasen bestückt war. Jeder hatte die Möglichkeit seine Schusskraft, des im Tor integrierten Geschwindigkeitsmessgeräts, messen zu lassen.

Nach der Führung ging es durch das Museum, wo es viele historische Einblicke in die Geschichte des Hampden Parks gab. Unter anderem war die Replika des Champions League Pokal, welchen die Celtics 1967 gewannen, sowie der erste Ligapokal, des Scottish Cups.

Anschließend gab es einen Vortrag von Jim Fleeting, dem Abteilungsleiter der Fußballentwicklung. Nachdem er uns über die Strukturen der Scottish Football Assoziation aufgeklärt hatte, erklärte er uns unter anderem, dass Cashback for Community Programm. Hierbei geht es darum, dass die Strafgelder von kriminellen in Sporteinrichtungen und Programme investiert werden.

Um Einblicke in das Geschehen im Rugbysport zu bekommen, fuhren wir abends ins Murrayfield Stadium, um dort live das Ligaspiel von Edinburgh vs. das italienische Franchise Team der Zebre zu sehen. In einem überaus spannenden Spiel gewannen die Hausherren aus Edinburgh mit 25:23. Allerdings mussten wir feststellen, dass die Ligaspiele bei den Schotten nicht sehr beliebt sind. Nur die Nationalmannschaft wirkt als Publikumsmagnet und schafft es, das nur auf Rugbyspiele ausgelegte Stadion auszuverkaufen.

Der Samstagvormittag stand zur freien Verfügung, um die Millionenstadt Glasgow zu erkunden oder sich von den nächtlichen Aktivitäten des Vortages zu erholen. Nachmittags hatte sich die Mehrheit mit einem traditionellen grün-weißen Trikot im offiziellen Fanshop ausgestattet. Denn heute stand das Fußball Team der Celtic Glasgows im Mittelpunkt. Im Celtic Park stand der Tabellenführer dem fünftplatzierten Dundee United gegenüber. In einem spielerisch schlechten und atmosphärenmäßig enttäuschenden Spiel, sah es lange danach aus, als wenn Dundee gewinnen würde. Doch in der 90ten Minute glichen „The Bhoys“ aus und blieben somit unbesiegt in dieser Saison.

Da das Spiel nicht spurlos an uns vorbeigezogen ist, verdauten wir die gesammelten Impressionen –wie die Einheimischen auch- im Pub.

Sonntagmorgen wurden dann die Koffer gepackt, die Tränen des Abschieds mit Taschentüchern getrocknet, bevor es vom Edinburgh Airport mit etwas Verspätung nach Hause ging. Da die eigentliche Maschine kaputt gegangen ist, bekamen wir einen extra Flieger, der erst noch aus London eingeflogen werden musste!

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