Matthias Weiß (SG Flensburg-Handewitt / SZ 2003)

 

Matthias Weiß (re.) mit Tobias Naumann (Leiter Merchandising Bayer 04 Leverkusen, li.) und Matthias Zerber (Geschäftsführer Borussia Dortmund Merchandising, Mitte).

Im November war es wieder soweit: Das Fachmagazin und SPO-MAN-Partner SPONSORs lud zum Clubmanager-Forum ins RheinEnergie-Stadion nach Köln. Nicht genug damit, dass einmal mehr einige Calbecht-Absolventen zum illustren Teilnehmerfeld zählten. Einer hatte es sogar ganz nach vorne geschafft: SPO-MAN Matthias Weiß diskutierte mit Vertretern aus der Fußball-Bundesliga die Ergebnisse der 2. SPONSORs Merchandising-Studie und stand SPO-MAN.net im Anschluss Rede und Antwort.
Matthias, wie war das Gefühl vor z.T. doch recht prominenten Mitgliedern der deutschen Sportbusiness-Szene auf der Bühne zu stehen?
Unmittelbar vor der Diskussionsrunde war ich schon etwas nervös, da ich nicht genau wusste, was mich gezielt erwarten würde. Hinzu kam, dass es der erste Auftritt dieser Art für mich war und es demzufolge etwas Besonderes gewesen ist. Im Nachhinein sieht man das Ganze schon anders, da die Materie Merchandising prinzipiell überall gleich ist, wobei es sich natürlich je nach Mannschaftssportart um andere Größenordnungen handelt.Wie kam es dazu?
Eigentlich war mein Geschäftsführer Holger Kaiser für die Diskussionsrunde vorgesehen. Jedoch musste er relativ kurzfristig aufgrund der damaligen sportlichen Gegebenheiten absagen, so dass ich für ihn „eingesprungen“ bin.

Du arbeitest bei der SG Flensburg-Handewitt. War Handball schon immer dein Steckenpferd und auch dein angestrebtes Berufsfeld? 
Handball ist schon seit Jahren meine Leidenschaft. In meiner Kindheit begann ich mit dem Handballspielen, bevor ich 1999 angefangen habe, den kompletten Jugendbereich meines Heimatvereins aufzubauen. Acht Jahre habe ich hier neben meiner Ausbildung und dem Studium viel Zeit investiert und muss schon sagen, dass mich dies sehr positiv geprägt hat. Letztendlich ist aus dieser Zeit auch der Wunsch entstanden, mal bei einem Handball Bundesligisten durch ein Praktikum „herein zu schnuppern“. Daraus ist dann eine Festanstellung geworden, was ich im Vorfeld nicht erwartet hatte.

Gab es für dich Alternativen?
Generell sollte man meiner Meinung nach offen für alles sein. Ich hatte Glück, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, in meiner Lieblingssportart ein Praktikum zu absolvieren. Wäre dies jedoch nicht der Fall gewesen, hätte ich mich natürlich nach Alternativen umgesehen. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welcher Tätigkeitsbereich interessant sein könnte. Anschließend sollte man sich in diese Richtung bewerben. Ist dies bspw. der Fußball, dann könnten evtl. auch die anderen Mannschaftssportarten wie Basketball, Eishockey oder Handball ein mögliches Arbeitsfeld sein.

Was genau sind deine Aufgaben, was macht dir besonders Spaß?
Ich bin zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb. Darunter fallen bspw. die Sponsorenbetreuung und -akquise, die Einzelvermarktung von Printmedien und die Erstellung und Weiterentwicklung von Marketingunterlagen und -strategien. Zudem führe ich das Ausrüstungskonto der 1. und 2. Mannschaft und unterstütze bei der Haushaltsplanung und -kontrolle. Als Bereich wird zwar Marketing und Vertrieb angegeben, jedoch ist es eher eine „Allround-Position“, da wir ein sehr überschaubares Team sind und demzufolge die Arbeit von allen Schultern getragen werden muss.

Die Arbeitsbereiche machen mir grundsätzlich Spaß, wobei es sehr schwierig ist konzeptionell und strategisch zu arbeiten, da das Tagesgeschäft eigentlich schon 100% und mehr der Arbeitszeit beansprucht. Da ich jedoch in alle Bereiche Einblicke erhalte und dadurch auch Erfahrungen bekomme, ist die Stelle für die persönliche und fachliche Entwicklung sehr gut.

Wo kommst du ursprünglich her, wie bist du an den Job gekommen?
Meine Wurzeln habe ich in der Lüneburger Heide, im schönen Bad Fallingbostel. Für das letzte Praxissemester hatte ich mich u.a. bei drei Handball-Bundesligisten beworben und bin über das normale Bewerbungsprozedere bei der SG genommen worden.

Wie siehst du im Nachhinein die Zeit deines Studiums, was ist dir noch besonders gut in Erinnerung?
Ich gehöre – meine ich – zu einem der letzten Jahrgänge, bei denen die Anzahl der Studierenden noch überschaubar war. Der Kontakt untereinander und zu den Professoren war sehr persönlich, so dass ich fachlich und menschlich viel mitnehmen konnte und es grundsätzlich sehr viel Spaß gemacht hat. Es liegt natürlich an einem selbst, wie intensiv das Studium betrieben wird, wobei es ja auch ein Leben neben dem Studium gibt. In Salzgitter besteht dieses aber eher weniger aus Discos und Bars, sondern mehr aus Kühen, die neben dem Campus grasen – das hätte ich vor dem Studium nicht gedacht… 🙂

Zum Abschluss: Hast du einen Tipp für die aktuellen Studenten in Bezug auf Studium und den Übergang ins Berufsleben?
Jeder sollte so viel wie möglich aus dem Studium mitnehmen und sich nicht nur auf einen Bereich spezialisieren. Wenn es bspw. zwei Schwerpunkte gibt, dann muss man sich natürlich für einen entscheiden, aber könnte bspw. den anderen als Wahlpflichtfach nehmen. Für den Übergang ins Berufsleben kann ich nur empfehlen, sich mit ehemaligen Studenten in Verbindung zu setzen und von deren Erfahrung zu profitieren. Zudem gibt es über SPO-MAN ja einige Möglichkeiten sich ein Netzwerk durch verschiedene Veranstaltungen aufzubauen. Ganz wichtig: Generell nicht zu eingleisig fahren!

Matthias, SPO-MAN dankt für deine Zeit und wünscht dir weiterhin alles Gute im hohen Norden!

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