Fohlenshirt geht nach St. Pauli!

Wenn es demnächst in der Geschäftsstelle des FC St. Pauli schiefe Blicke gibt und die ein oder andere Astra-Flasche durch die Luft fliegt, dann liegt das eventuell an SPO-MAN. Unsere Glücksfee hat nämlich entschieden, dass der Gewinner des akzio!-Gewinnspiels und damit Träger eines schicken neuen Gladbach-Trikots Daniel Bierhoff (SZ-Jahrgang 2002) heißt und der arbeitet…richtig, für den Kult-Club vom Kiez.

SPO-MAN hat gratuliert und nachgefragt.

Daniel, du arbeitest bei der FC St. Pauli Vermarktungs GmbH, das klingt schon mal ziemlich kultig. Wie viel von diesem Kult merkst du bei deiner täglichen Arbeit und was genau sind deine Aufgaben?
Ja, ich arbeite nun seit März fest beim FC St. Pauli. Vorher hab ich hier meine Diplomarbeit geschrieben und anschließend noch ein Praktikum absolviert. Ich bin bei der Vermarktung für den Bereich Research & Service zuständig. Das heißt ich kümmere mich um Marktanalysen und Marktabfragen, erstelle Präsentationen und unterstütze das Controlling mit diversen Kalkulationen für die Vermarktung. Außerdem bin ich zuständig für das Hospitality-Ticketing und arbeite mit daran, wie sich strategische Ziele operativ Umsetzen lassen. In der Tat ist der FC St. Pauli der etwas andere Verein und er hat schon einen gewissen Kult-Status. Dies merkt man vor allem immer an den Reaktionen der Leute, wenn man Ihnen erzählt wo man arbeitet. Letztendlich, man solls kaum glauben, wird aber auch beim FC St. Pauli professionell gearbeitet, da man sonst sicher nicht im Profi-Fußball überleben könnte. Sicherlich muss man bei der täglichen arbeit aber immer den schmalen Grad zwischen Kommerzialisierung des Profigeschäfts und den Werten des FC St. Pauli beachten.

Wie bist du an den Job gekommen?
Wie schon eben gesagt, habe ich zuerst meine Diplomarbeit hier geschrieben. Eigentlich hatte ich schon ein anderes Thema, doch dann sah ich bei spo-man.net, das St. Pauli jemanden sucht, der eine Diplomarbeit zum Thema Stadionfinanzierung schreibt. Daraufhin hab ich mich beworben und eine Woche später saß ich dann schon in der noch damaligen legendären Container-Landschaft. Anschließend bekam ich dann das Angebot noch ein Praktikum zu machen, woraus schließlich eine Festanstellung wurde. An dieser Stelle noch mal dank an René (auch ehemaliger Calbecht-Student), der bei St. Pauli arbeitet und großen Anteil hat, dass ich hier gelandet bin.

Wie zufrieden bist du mit deinem aktuellen Job und wie siehst du deine nähere berufliche Zukunft?
Der Job macht mir sehr viel Spaß und meine nähere Zukunft sehe ich auch erstmal hier, da ich ja gerade erst angefangen habe. Irgendwann würde mich vielleicht mal der Wintersport reizen, aber dass ist Zukunftsmusik.

War Fußball schon immer dein Sport oder welche Sportarten sind deine Favoriten?
Fußball stand bei mir schon immer an erster Stelle. Ich spiele schon seit ich 5 bin im Verein. Leider kann ich aktuell aufgrund eines Knorpelschadens, den ich mir bei einem Kreuzbandriss zugezogen habe nicht mehr spielen. Das viel mir am Anfang sehr schwer. Nun halte ich mich mit meiner zweiten Leidenschaft, dem Laufen fit und fahre zudem noch viel Rad. Und wer weiß, wenn Puma endlich die neuen v1. 178: SPEED LEGS raus bringt, vielleicht wird es dann noch mal was mit dem Fußballspielen ;-)) Allerdings würde ich auch in anderen Sportbranchen arbeiten, da bin ich gar nicht zu sehr auf Fußball festgelegt, wenngleich es natürlich Spaß macht.

Außer dem FC St. Pauli, für welchen Verein schlägt dein Herz?
Mein Herz gehört der Borussia aus Mönchengladbach, für die ich schon seit ich denken kann die Daumen drücke. Daran sind wohl Hans-Jörg Criens und Uwe Kamps schuld, die mich als kleinen Jungen in ihren Bann zogen. Das hat sich dann bis heute auf den ganzen Verein ausgebreitet und vertieft und wird sich wohl nicht mehr ändern (einmal Fan immer Fan). Aber ich muss zugeben, dass mir auch der FC St. Pauli sehr ans Herz gewachsen ist. Nicht nur weil es mein Arbeitgeber ist, sondern vor allem weil mir hier die Leute und das Umfeld sehr gefallen.

Welche Erinnerungen hast du an deine Zeit in Salzgitter?
Mit Salzgitter verbinde ich eigentlich nur positives. Es war eine sehr schöne Zeit. Angefangen mit einem Zimmer auf einem Bauernhof in Calbecht, habe ich mich selbstständig gemacht mit einer 4´er WG im Weddemsweg 7 in Gebhardshagen, deren Höhepunkt unsere letzte WG-Zusammenstellung mit Kücken, Locke und Tom war (Danke Jungs für die coole Zeit). Aber auch unser Semester, die Wohnheim- und WG- Partys und die nagelneue Sporthalle, die wir nie gehabt haben ;-), sie alle machen Salzgitter zu einer unvergessenen Zeit.

Wie beurteilst du das Studium im Nachhinein?
Aufgrund der vielen praktischen Inhalte, die das Studium geboten hat, kann ich es nur positiv beurteilen. Im Nachhinein war das Studium so, wie ich es mir anfangs vorgestellt habe und ich würde es jederzeit wieder so machen.

Welche Verbesserungsvorschläge hast du für das Studium?
Mittlerweile gibt es ja nur noch den Bachelor statt des Diploms. Damit habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt. Ich glaube es wäre aber Sinnvoll weiter eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis zu finden, da einem die praktischen Erfahrungen später im Beruf unheimlich weiterhelfen. Dies konnte ich schon oft feststellen.

Und was rätst du den aktuellen Studenten?
Dass sie sich in Salzgitter nicht wie Junior Baiano in Bremen fühlen: „Bremen war ein Alptraum. Es muss die kälteste Stadt auf dieser Erde sein. Ich habe immer gefroren, ich habe niemanden verstanden, und mir ging es schlecht.“, sondern dass sie dass Beste aus der Zeit in SZ machen. Zudem sollte das zweite Praktikum oder die Diplomarbeit dem entsprechen, wo man beruflich hin möchte, da ich denke dass dann die Chancen was zu finden oder übernommen zu werden größer sind.

ACHTUNG: Auch aktuell sucht man bei St. Pauli einen Diplomanden. Wer also in Daniels Fußstapfen treten will, sollte sich zügig mit SPO-MAN René Wenck (SZ-Jahrgang 2000), bei Pauli für Finanzen und Administration zuständig, in Verbindung setzen, Kontakt: rene.wenck@fcstpauli.com. Als Thema schwebt René etwas in Richtung “Einführung und Dokumentation eines internen Kontrollsystems” vor.

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